Schwarzkümmel
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Der Schwarzkümmel und sein Nebenprodukt, das Schwarzkümmelöl, zählen zu den wichtigsten und auch wirkungsvollsten Heilpflanzenerzeugnissen, von denen wir Kenntnis besitzen. Rein biologisch betrachtet, hat der Schwarzkümmel mit dem Kreuzkümmel und dem gewöhnlichen Kümmel nichts zu gemeinsam. Er gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Diese Pflanzengruppe ist bekannt für die verschiedensten Heilwirkungen. Wenn man den Schwarzkümmel in der Natur antrifft, dann erkennt man ihn hauptsächlich an seiner Größe und an der Form der Blätter sowie an seiner auffälligen Blüte. Es handelt sich beim Schwarzkümmel um ein bis zu 60 Zentimeter großes krautartiges Gewächs, welches aus mehrfach fiederspaltigen Blättern besteht. Die Blüten haben fünf Blütenblätter und stehen endständig. Sie sind in der Regel weiß, nach außen hin können auch verschiedene Färbungen auftreten, die dann ins bläuliche oder grünliche tendieren. Zudem sind die Fiederblätter des Schwarzkümmelöls eher schmal. Die Blüte von Schwarzkümmel beginnt im Juni und dauert bis in den September hinein. Der Echte Schwarzkümmel als Heilpflanze ist schon sehr lange bekannt und vor allem bei Verdauungsbeschwerden werden die Samen gerne dazu eingesetzt den Magen-Darmtrakt zu beruhigen. Aus diesen Samen kann dann auch das wertvolle Schwarzkümmelöl hergestellt werden. In den orientalischen Ländern nutzt man den Schwarzkümmel auch als Gewürz, um die verschiedenen Speisen und vor allem Brote zu aromatisieren. Die Heimat des Schwarzkümmels erstreckt sich über fast den gesamten Mittelmeerraum von Südeuropa über Nordafrika bis nach Westasien. Vor allem in der Antike waren der Schwarzkümmel und das Schwarzkümmelöl in diesem Raum sehr hoch gehandelte Rohstoffe, die den Reichen und Mächtigen dieser Epochen vorbehalten waren. Die ägyptischen Pharaonen und die griechischen Philosophen kannten schon die Heilwirkungen dieser besonderen Pflanze. Hier in Deutschland wurde der Schwarzkümmel zunächst auch als Gewürz verwendet, bevor er dann wegen der effizienten Landwirtschaft fast gänzlich von unseren Wiesen verschwunden war. Erst in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte ein deutscher Arzt den Schwarzkümmel und das Schwarzkümmelöl erneut für die Medizin.
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